Abonnieren Sie unseren Kräuter Lötsch Newsletter
  • Facebook
  • Instagram
© 2020 by SQUADPLAN

Kubebenpfeffer

  • Herkunft: Indonesien
  • Inhalt: 50 g | Nachfüllbeutel: 70 g
  • Verarbeitung: Ganz
  • Aromen: Pfeffrige Schärfe, holzig-bittere Zitrusnoten, ätherische Frische
  • Ebenfalls enthalten in: Baharat, Lammgewürz, Mélange Noir, Ras el Hanout,Steakpfeffer, Veggie BBQ Rub, Wildgewürz, Chai Gewürz

Kubebenpfeffer ist ein etwas unbekannter Verwandter des klassischen Schwarzen Pfeffers und ist vorrangig auf Java und anderen indonesischen Inseln heimisch.

KUBEBENPFEFFER NACHFÜLLPACKUNG 70g

CHF10.80Preis
Mwst.
  • Seine Schärfe erinnert ein wenig an Pfeffer, es dominieren allerdings holzig-bittere Zitrusnoten. Er hat einen hohen Gehalt an ätherischen Ölen, die stark an Eukalyptus und Minze erinnern. Die Eigenaromen von Wildgerichten mit dunklen Saucen, aromatische Rotwürste aber auch Wintergemüse, wie Wirsing oder Rotkohl, werden durch Kubebenpfeffer perfekt ergänzt. Auch ein kräftiger Bergkäse oder guter Camembert profitieren von seinem würzig-frischen Geschmack. Sämtliche Aromen sind langsam flüchtig, weshalb er auch ideal in Schmorgerichten über längere Zeit mitgegart werden kann.

    Zum Nachwürzen am Tisch eignet sich natürlich ein Mörser, aber auch eine Gewürzmühle, die trotz der feinen Stiele keinen Schaden nehmen wird. Du solltest jedoch beachten, dass die Körnung etwas gröber ausfallen sollte, damit die in den Zellwänden enthaltenen ätherischen Öle erhalten bleiben. In unseren P&S Tischschälchen serviert, ganz oder frisch zerstoßen, wertet unser Kubebenpfeffer jede Mahlzeit auf.

     

    Wissenswertes

    Unser Kubebenpfeffer stammt von der indonesischen Insel Java und ist eine Schling- bzw. Kletterpflange, die oftmals im Schatten von Kaffee- oder Kakaobäumen angebaut wird. Die Jahresproduktion wird auf etwa 100 Tonnen geschätzt, wovon ein Großteil in Parfüms landet. In Europa bekannt wurde Kubebenpfeffer im Laufe des ersten Jahrtausend nach Christus und wurde bis ins 17. Jahrhundert als Pfefferersatz genutzt, bis sich letztendlich der Schwarze Pfeffer, der dank neuer Handelsrouten erschwinglicher wurde, durchsetzte. König Johann IV. von Portugal verbot sogar den Verkauf von Kubebenpfeffer, um den wesentlich gewinnbringenderen Vertrieb von Schwarzem Pfeffer zu fördern, dessen Beschaffung durch die neu entdeckten Seewege wesentlich einfacher und günstiger wurde und praktischerweise in den Händen Portugals lag.

    Der Pfefferstrauch (Piper nigrum) stammt ursprünglich aus dem Hinterland der südwestindischen Malabar-Küste und wurde bereits in der Sanskrit-Literatur, welche die vedische Literatur um 1000 v. Chr. ablöste, erwähnt. Indische Missionare verbreiteten ihn im Verlauf des ersten Jahrtausends nach Christi in Südostasien.

    In Europa lernte man Pfeffer im hellenistischen Zeitalter (ca. 330 v. Chr.) kennen, als er durch die arabischen und venezianischen Kaufleute eingeführt wurde. Das Handelsmonopol der exotischen Gewürze, wie auch Pfeffer, durch die Araber und Venezianer, bestand bis ins 15. Jahrhundert. Bis das Königreich Spanien einen jungen und motivierten Seefahrer namens Christoph Kolumbus beauftrage, im Namen der Krone einen Weg nach Indien und den Ostpazifik zu finden, um in einer neuen Welt unvorstellbare Reichtümer zu finden. Zu diesen zählten unter anderem exotische Gewürze, die durch horrende Zölle und Aufschläge der arabischen Kaufleute schier unbezahlbar waren. Diese kontrollierten die Karawanenwege über das eurasische Festland, sowie den Seeweg durch das Rote Meer. Was Christoph letztendlich entdeckte, ist bekannt. Sein Seefahrerkollege Vasco da Gama fand letztendlich den Seeweg nach Indien und erkundete währenddessen fast die gesamte afrikanische Küste, an der er sich orientierte. Neben Indien entdeckte er die Molukken, auch Gewürzinseln genannt, welche die Araber stets versuchten geheim zu halten.

    Der horrende Preis für Pfeffer verhalf ihm gleichzeitig zu seinem Ruhm. Mit steigendem Preis wurde er als Statussymbol immer attraktiver. Somit war Pfeffer, neben Muskat und Gewürznelke, im Mittelalter ein Zeichen für Reichtum und Luxus. Heutzutage ist er, dank der aufgelösten Handelsmonopole, weltweit verfügbar und erschwinglich.

0